A U T O G E N E S   T R A I N I N G

 

   
Autogenes Training für Kinder und Jugendliche in Ingolstadt  

Während Autogenes Training für Erwachsene rasch populär wurde, beschäftigen sich die Fachleute erst seit den 60er Jahren zunehmend mit dem Autogenen Training für Kinder. So arbeitetet die Entspannungspädagogin Garita Annette erfolgreich mit Kindern im Alter von 8-14 Jahren in kindgerechter Form. Erfreulicherweise begegnen immer mehr Erzieher den positiven Auswirkungen des Autogenen Trainings in Kindergarten und Schule. Eltern erkennen die Möglichkeit der Gesundheitsvorsorge für ihr Kind. 

Wann hilft Autogenes Training?

Allgemein bietet Autogenes Training Gesundheitsvorsorge: 

Das Kind begegnet neuen Erfahrungen mit seinem Körper. Die Wahrnehmung richtet sich auf die Wechselwirkung zwischen Körperempfindungen und Gefühlen. Es erlebt, wie es seinen Körper durch Gedanken selbst beeinflussen und steuern kann und erlebt so eine zunehmende Stärkung des Selbstbewusstseins. Stellt sich das Kind z.B. auf Wärme ein, spürt es eine leichte Wärmezunahme. 

Besonders bewährt hat sich das Autogene Training:

- gegen Schulprobleme: Unruhe, Zappeligkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Trödeln bei den Hausaufgaben, Vergesslichkeit, Angst vor Klassenarbeiten oder Prüfungssituationen, Angst vor Klassenkameraden/Lehrern 
- als begleitende Behandlungsmethode bei hyperaktiven Kindern, Bewegungsstörungen, Epilepsie 

- bei Verhaltensauffälligkeiten, z. B. Schüchternheit, Minderwertigkeitsgefühlen, Kontaktschwierigkeiten, Aggressivität, Kaspereien, Sprachhemmungen, Sprechstörungen 

- psychosomatischen Störungen (seelisch bedingte Krankheiten), z. B. Asthma Bronchiale, Einnässen, Schlafstörungen, Kreislaufstörungen, Magen- und Bauchschmerzen, Hauterkrankungen z.B. Neurodermitis, Kopfschmerzen 

- bei familiären Spannungen, z. B. Geschwisterrivalität, Eifersucht 

Wie wirkt Autogenes Training? 

Im Autogenen Training können Kinder und Jugendliche lernen, ihren Körper durch Gedanken und bildhafte Vorstellungen bewusst zu beeinflussen. Dies geschieht in sechs verschiedenen Übungen, in denen wir durch Konzentration auf unseren Körper und kurze gedankliche Befehle - "Formeln" genannt - die Muskeln lockern und entspannen, die Körpertemperatur regulieren, aber auch positiven Einfluss auf das sog. vegetative Nervensystem nehmen können, z. B. auf die Atem- und Herzfunktionen und den Verdauungstrakt. Darüber hinaus können wir durch positive Befehle (Autosuggestionen) auch auf negative Gedanken, Einstellungen, Ängste Gefühlsausbrüche etc. Einfluss nehmen. Beispiel für gedankliche Vorstellung und körperliche Reaktion: Das Kind denkt an die bevorstehende Klassenarbeit, vor der es Angst hat und fängt an zu schwitzen, zittern, bekommt Kopf- oder Bauchweh. 

Ein Beispiel für positive Selbstbeeinflussung: 

Das Kind denkt an die bevorstehende Klassenarbeit, vor der es Angst hat und fängt an zu schwitzen, zittern, bekommt Kopf- oder Bauchweh. Das Kind "spricht sich gut zu", indem es sich sagt: Ich bleibe ruhig! Mein Kopf ist klar! Ich schaffe es! Somit erlebt das Kind eine Ruhigstellung des Körpers, Verringerung seiner Ängste und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Wie Lernen Kinder Autogenes Training?

Autogenes Training kann einzeln oder in der - kleinen - Gruppe gelernt werden. Es wird, vor allem bei jüngeren Kindern, spielerisch vermittelt. Zum Teil werden die Übungen für das Autogene Training in Geschichten eingebaut (Phantasiegeschichten oder Geschichten, die Bezug zum Alltag und den Problemen der Kinder haben). Wichtig ist die Vermittlung der Gegensätze Spannung <-> Entspannung, Ruhe <-> Bewegung, sowie der raschen Übertragbarkeit des Gelernten in den kindlichen Alltag.

Von der Idee Autogenes Trainings mit Hilfe von Kassetten zu erlernen rate ich ab, denn das verstärkt die in unserer Gesellschaft und auch bei Kindern stark ausgeprägte Konsumhaltung; die Übertragung in den Alltag ist schwieriger; das Erleben von Eigenverantwortlichkeit und Selbststeuerung ist gemindert.

Die Eltern sollten das Kind beim Erlernen des Autogenen Trainings bestärken, es aber nicht zum Üben drängen.

Unterstützend kann ein Elternteil Autogenes Training erlernen. Eltern, die selbst ruhig und ausgeglichen sind, können ihrem Kind Entspannung vermitteln und sogar eine Co-Therapeuten-Rolle einnehmen. 

Kinder lernen Autogenes Training im allgemeinen schneller als Erwachsene, denn sie haben einen natürlicheren Zugang zu ihrem Körper und mehr Vertrauen in ihre Selbstregulierungskräfte. Durch Autogenes Training erfahren die Kinder Ruhe und Geborgenheit, Erweiterung der Vorstellungskraft, seelische und körperliche Stabilisierung, Aktivierung der Selbstheilungskräfte und des Immunsystems, Stärkung des Selbstvertrauens, aber auch: Verbesserung der Konzentration, Abbau von Ängsten, Verringerung und zum Teil Behebung von körperlichen und seelischen Störungen.
  
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